Migrationssoziologie

Migration = lat. migrare, Bedeutung: wandern

Begriffsklärung

Emigration und Immigration bezeichnen den gleichen Prozess aus zwei verschiedenen Sichtweisen. Emigration bedeutet Auswanderung aus der Heimat und Immigration bedeutet die Einwanderung in ein Land. Binnenmigration meint die Migration in eine andere Region im selben Land und Remigration bedeutet, in die ursprüngliche Heimat zurückzuwandern.

Es können drei hauptsächliche Gründe für Migration unterschieden werden: Arbeitsmigration, Flucht oder Asyl sowie Remigration.


Arbeitsmigration: Aus wirtschaftlichen Gründen findet eine Migration statt, da die Arbeitsmöglichkeiten und/oder -bedingungen in einem anderen Land besser sind als im Herkunftsland.


Flucht und Asyl: Aus politischen Gründen, z.B. Krieg oder aufgrund von Naturkatastrophen, z.B. Dürre, sind Menschen gezwungen, ihr Heimatland zu verlassen, um überhaupt überleben zu können.


Remigration: Wegen fehlender Aufenthaltsbewilligungen, Kriminalität oder aufgrund von Heimweh kehren Menschen nach einem längeren Aufenthalt in einem fremden Land in ihr Herkunftsland zurück.

Push-und Pull-Faktoren

So genannte Push- und Pull-Faktoren sind Faktoren, die Menschen vermehrt zur Emigration aus einem Land bewegen (Push=stossen) bzw. die die Immigration in ein fremdes Land begünstigen (Pull=ziehen).


Beispiele für Push-Faktoren:

  • Schlechte Situation auf dem Arbeitsmarkt und hohe Arbeitslosigkeit
  • Fehlende Bildungsmöglichkeiten und berufliche Perspektiven
  • Niedriger Lebensstandard, Perspektivlosigkeit und Hoffnungslosigkeit
  • Kriege und ethnische Konflikte
  • Unterdrückung, Diskriminierung und Verfolgung aufgrund der politischen oder religiösen Meinung


Beispiele für Pull-Faktoren:

Geringe Arbeitslosigkeit und Arbeitskräftemangel

Sicherung der Grundbedürfnisse an Nahrung, Kleidung, Bildung und Gesundheitsversorgung