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Schuldenkrise - Reiche Griechen sollen ihr Land retten

Das griechische Finanzdebakel beschäftigt Politik und Wirtschaft mittlerweile schon seit etlichen Monaten. Trotz massiver Schuldenprobleme des griechischen Staates, versucht die griechische Regierung derzeit eine Lockerung der vor Monaten vereinbarten Spar-und Reformmaßnahmen herbeizuführen. Der Grund dafür ist die unverhältnismäßig hohe Belastung der griechischen Bevölkerung durch diese Sparpakete. Momentan ist die neue griechische Regierung gemeinsam mit ihren europäischen Partnern darum bemüht, neue maßgeschneiderte Reform- Programme für das finanziell schwache Griechenland zu entwickeln. Allerdings kam es bislang zwischen Griechenland und den anderen Euro Ländern zu keiner befriedigenden Lösung. Der Druck auf Griechenland wird größer und es werden vermehrt Stimmen laut die fordern, dass Griechenland die Steuern für ihre wohlhabenden Einwohner drastisch erhöhen solle. Doch können die reichen Griechen wirklich zur Rettung ihres Landes beitragen oder sind die angedachten Steuererhöhungen nur ein Tropfen auf den heißen Stein?

Was spricht für eine höhere Steuerbelastung von reichen Griechen?

Vermögende Steuerzahler in Griechenland haben es gut. Viele der betuchten Reeder Familien aus Griechenland haben ihr Geld entweder mittlerweile ins Ausland geschafft oder genießen im eigenen Land enorme Steuerprivilegien. Denn die griechische Verfassung sieht für ihre Reeder ein unglaubliches Privileg vor. Sie sind nicht verpflichtet ihre erwirtschafteten Gewinne und ihr Einkommen zu versteuern. Ursprünglich hatte die Regelung den Zweck, den reichen Unternehmern keine Anreize dafür zu liefern, ihre Firmensitze ins Ausland zu verlagern. Doch durch die Verschonung dieser Superreichen gehen dem Fiskus jedes Jahr Milliarden von Euros durch die Lappen. Aber um die eigene Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten, wird dieses Geld in der Staatskasse eigentlich dringend benötigt.

Andere wohlhabende Griechen haben ihr Geld gleich zu Beginn der Schuldenkrise ins Ausland transferiert, wo es für den griechischen Staat schwer zu erreichen ist. Eine renommierte internationale Bank ist der Ansicht, dass in Griechenland über 565 Griechen leben, die über ein Vermögen oberhalb der 25 Millionen Euro Grenze verfügen.

Eine höhere Besteuerung dieser gut situierten Griechen und eine striktere Kontrolle ihrer Finanzen kann zwar die finanziellen Schwierigkeiten Griechenlands nicht vollständig lösen, wäre aber ein deutliches Signal für die griechische und europäische Bevölkerung, dass nicht allein die kleinen Leute, die Lasten der Schuldenkrise zu tragen haben.

Was spricht gegen eine höhere Steuerberatung Online von reichen Griechen?

Damit die Resultate einer Steuererhöhung für reiche Griechen sich überhaupt im Staatshaushalt bemerkbar machen, müsste diese schon gewaltig ausfallen. Der Staat fürchtet allerdings berechtigterweise, dass solch eine massive Steuererhöhung für die finanzkräftigsten Menschen des Landes, von diesen nicht besonders positiv aufgenommen würde. Die Gefahr einer dauerhaften Abwanderung dieser Menschen und ihres Kapitals ist eine nicht unberechtigte Sorge des griechischen Staates. Das allein darf natürlich kein Argument dafür sein, dass die wohlhabenden Griechen sich einfach ungeschoren aus der Affäre ziehen dürfen. Derzeit ist die griechische Regierung bemüht, Steuernachzahlungen von mehr als 3500 finanzstarken, griechischen Steuerhinterziehern einzutreiben. Die dadurch eingenommene Summe, würde sich auf 2,5 Milliarden Euro belaufen.