Webers Moldawienprojekt

Mai 2016

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Liebe Freunde


Wie geht es euch?


Die Zeit vergeht so schnell. Unsere Tochter ist schon ein halbes Jahr alt und will die Welt ihrer Brüder entdecken. Das Leben im Camper mit 5 Personen wurde schon ein bisschen enger, so verbringen wir unsere Zeit vor allem draussen in unserem schönen Garten. Louis geht mit Freude wieder in den Kindergarten und hat uns jetzt definitiv mit dem Moldawischsprechen überholt. Josia geniesst es noch zu Hause bei Mami und Hannah zu sein oder mit Papi auf Tour zu sein.

Urs, unser Cousin ist sich gut in Moldawien am einleben, Tobias und er sind begeistert ihr Projekt am starten (mehr dazu später) und das Land Moldawien ist so herrlich grün und saftig, es sprüht vor Leben! In einer Woche beginnt den moldawischen Sommer, die Kinder haben 3 Monate Ferien, das heisst für uns startet bald die Lagerzeit.


Wir möchten euch in den Start des MOLD-SWISS-MODELFARM Projekt mit hineinnehmen und mit euch teilen was uns auf dem Herzen liegt. Viel Spass beim lesen!

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Der Aufbau der Model Farm ist ein grosses und interessantes Abenteuer mit viel Freiheiten, aber auch viel Ungewissheiten.

Wenn bei euch in der Schweiz jemand einen Betrieb übernimmt, übernimmt er oder sie auch eine ganze mehr oder weniger funktionierende Struktur, was ja in manchen Bereichen hilft und in anderen ganz und gar nicht ;-)

Weil hier in Moldawien die Struktur für kleinere Betriebe nicht wirklich funktioniert, bzw. kaum existiert, sind wir sehr frei zu gestalten!

Das ist aber auch sehr schwierig, weil es kaum Anhaltspunkte zum Orientieren gibt. So müssen wir in vielen Bereichen einfach mal ausprobieren, was ja eigentlich auch sehr präzise der Sinn von diesem Projekt ist.

Wir sind sehr erfreut darüber, wie die Arbeit in unserem Team funktioniert.

Urs Ledermann macht einen super Job im Umsetzen der praktischen Arbeiten, welche bis jetzt vor allem das Aufbereiten und Ansähen von unserem Land war. Im Juni wird er mit dem Einzäunen der Weiden beginnen, damit wir diese dann so bald als möglich mit einer Mutterkuh Herde bewirtschaften können.

Ruslan Leahu (unser Administrator mit 50% Pensum), macht einen erstaunlich guten Job im Bewältigen der Moldawischen Bürokratie und organisieren und ausführen aller administrativen Arbeiten. Es begeistert mich zu sehen, wie er nach nur ein paar Wochen in seinem neuen Job, schon sehr selbstständig arbeitet und sich täglich neues und mehr Wissen aneignet. In einem Wirtschaftsumfeld, das voller Korruption, Schattenwirtschaft und Steuerbetrug ist, ist er für uns als Person mit absoluter Integrität und festem Glauben eine riesige Hilfe!

Tobias Weber schliesslich versucht die ganze Sache zusammen zu halten, mit dem Team zusammen die richtigen Entscheidungen zu fällen, zu informieren und die grosse Vision von einem Betrieb, der vielen zukünftigen Moldawischen Kleinbetrieben als Model, Massstab und Hilfe dienen kann, nicht aus den Augen zu verlieren.

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Für mehr Infos über das Konzept der Modelfarm, findet ihr auf unserer Website. Auch gibt es dort laufend News über unsere Fortschritte, Rückschritte, Probleme und Freuden. Wir fühlen uns im ganzen Projekt sehr stark von unserem Papa im Himmel getragen und bestätigt, so lässt er es zum Beispiel diesen Frühling zum richtigen Zeitpunkt, für Moldawien ausgiebig regnen und er verwandelt einen Überweisungsfehler der Bank zu einem fast 1000CHF Vorteil für uns.

Mehr dazu auch auf www.model-farm.org


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Familien in Moldawien

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Diese junge Familie sind Edward und Lena mit ihrem Jungen Daniel, welcher gleich alt ist wie Hannah. Edward und Lena lernten sich auf der Babtisten Missionschule in Chisinau kennen und sind danach zu seiner Familie ins Dorf Usurea gezogen, um Kindern und Jugendlichen zu dienen. Edward überlegte sich, wie können wir vor Ort sein und uns selber versorgen. Er begann eine kleine Kuhfarm aufzubauen. Tobias mit Kingdomparadigm helfen ihm seinen Betrieb aufzubauen. Er ist schon fast soweit, dass er mit seinen 14 Kühen seine Familie ernähren kann.

Zusammen führen sie in ihrem Dorf und in einem weiteren sehr abgelegenen Dorf Kinderbibelstunden und Jugendfreizeiten durch. In dem abgelegenen Dorf gab es bis jetzt noch gar nichts für Kinder, nicht mal eine Schule. Sie sind vielleicht die Ersten, die diesen Kindern erzählen können, dass es sie einen Papi im Himmel haben, der sie über alles liebt.


Uns begeistert diese junge Familie, wie sie Gottes Ruf folgen und ihm vertrauen! Es ist schön, das wir diese Familie unterstützen und ermutigen dürfen.

Bitte betet für diese Familie und für ihren Dienst!

Kinderdienst

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"Lasst die Kinder zu mir kommen, und haltet sie nicht zurück! Denn für Menschen wie sie ist Gottes neue Welt bestimmt. Hört, was ich euch sage: Wer sich die neue Welt Gottes nicht wie ein Kind schenken lässt, dem bleibt sie verschlossen!" Lukas 18:16


Ich, Simone, dachte immer der Kinderdienst sei nicht mein Ding. Ich habe zu wenig Geduld und Lust nebst meinen eigenen Kinder noch andere Kinder zu hüten. Es ist nicht, dass ich nicht gerne Kinder habe, aber eine Horde Kinder sind laut und hören nicht zu. Ich helfe zwar mit Sonntagsschule zu leiten, mehr aber zur Unterstützung für die andern Leiter.

In letzter Zeit überführte mich Gott immer mehr in meiner Haltung zu Kindern. Er offenbart mir seine Sicht für die Kinder und den Kinderdienst.

Kinder sind vollwertige Wesen. Sie wissen und verstehen viel mehr als wir Erwachsenen denken und vor allem sind sie einfach gestrickt und haben dadurch einen einfachen, grossen Glauben. Jesus sagte: "Wer sich die neue Welt Gottes nicht wie ein Kind schenken lässt, dem bleibt sie verschlossen!" Kinder verstehen viel besser, dass Gott unser Vater im Himmel ist, bei dem wir immer anklopfen können und bei dem wir um alles fragen und erbitten können. Sie sind nicht bescheiden, sie wollen die ganze Portion und noch mehr! Die ganze Portion von einer Umarmung, von Geschenken, Süssigkeiten, Liebe, Zeit,...


Im April durften wir ein Kinderlager in der Schweiz von unserer Gemeinde der Vineyard Bern leiten helfen. Es war schön den Kindern zu dienen und uns für den Kinderdienst in Moldawien neu inspirieren zu lassen.

In der Gemeinde in Ungheni haben wir begonnen einen Kindergottesdienst durchzuführen einmal pro Monat. Zusammen Gott loben, beten, Geschichte hören, spielen,..Spass und Gemeinschaft haben. Wir möchten den Kindern lehren, Kirche zu leben!

Letztes Mal hatten wir mit den Kinder das Abendmahl eingenommen und ihnen die Füsse gewaschen, so wie Jesus dies mit seinen Jüngern tat. Sie durften auf dem Königsstuhl Platz nehmen und eine Königskrone tragen. Wir wollten die Kinder ehren und ihnen zeigen, dass sie Königskinder sind. Sie nahmen dies sehr ernst. Einige Kinder wollten fast nicht mehr die Kronen ablegen.


Wir können so viel von den Kindern lernen, wenn wir sie mit Gottes Augen sehen und mit ihnen bewusst Zeit verbringen und Gemeinschaft haben.

Ich freue mich auf den Sommer, wenn wir von Lager zu Lager gehen und Gemeinschaft haben werden mit ganz vielen Kindern aus Moldawien. Sie sind die Schlüsselpersonen in Moldawien und zu Gottes neuen Welt!

Und jeden Tag neu will ich mir auch ganz bewusst Zeit nehmen für meine eigenen Kindern! Es ist eine Ehre sie grosszuziehen und in ihrem Leben zu begleiten! "Wenn ich mal gross bin möchte ich so werden wie sie!" :-)

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Mein Moldawien

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Simone

Gott erweitert mein Gebiet im Fürbitterdienst. Da ich im Moment Vollzeitmami bin mit unserer kleinen Tochter und oft zu Hause bin, nehme ich mir viel Zeit zum beten. Ich liebe es auf einen Hügel zu steigen, mit einer super Aussicht auf unsere Stadt

und dort Verheissungen aus der Bibel zu proklamieren und der Geist des Lebens und der Hoffnung über das Land und die Menschen auszurufen. Ich liebe es konkret für Familien und Personen zu beten, die einen Schlüssel sind für Moldawien. Es gibt schon so viele wunderbare Moldawier, die Gottes Ruf folgen und voll auf ihn setzen.


Letzte Woche tourten wir mit einem Team durchs Land, besuchten ein paar Gemeinden und Dienste, um für sie zu beten und sie zu ermutigen. Es ist so schön zu sehen, wie andere genau so dran sind, voller Passion Königreich Gottes zu bauen hier in Moldawien.


Vor ein paar Tagen gingen wir mit den Jugendlichen aus unserer Gemeinde in Dörfer. Wir verteilten Essenspackete und beteten und ermutigten die Menschen. In den Dörfern wird man klar mit der Not konfrontiert und sieht und hört herzzerreissende Geschichten.

Es war aber sehr ermutigend, wie die Menschen berührt wurden, neue Hoffnung schöpften und wie auch unsere Jugendlichen ermutigt wurden Hoffnungsträger zu sein.


"Ich baue dich wieder auf, Moldawien, deine Städte und Dörfer werden neu errichtet. Dann wirst du wieder fröhlich sein! Du hast eine Zukunft! Du darfst neue Hoffnung schöpfen! Denn deine Kinder kommen in ihre Heimat zurück!" Jeremia 31

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Tobias

Mich begeistert das Ermächtigen und Fördern von Menschen. Als wir vor einem Jahr unseren "Exploratorii Club" (eine Art Jungschi) starteten, kam einen Junge namens Ianis als Teilnehmer, er war eigentlich schon zu alt für den "Exploratorii Club", aber er wollte einfach so gerne dabei sein. Oft beklagten sich meine co-Leiter darüber, wie schwierig es mit Ianis sei, er gehorche nicht und stifte andere zum Unfug an. Was natürlich auch stimmte, doch ich ermutigte mein Team nicht aufs Negative, sondern aufs Potential zu schauen. Wir starteten damit, ihm Stück für Stück etwas Verantwortung zu geben und konnten sehen wie er darin aufblühte und sehr konstruktiv wurde.

Ianis begann auch regelmässig in die Jugendgruppe "GPS" zu kommen, wo er sich mehr und mehr mit den anderen Jugendlichen aus der Gemeinde und auch mit Jesus befreundete.

Nun ein Jahr später, hat Ianis eine lebendige Beziehung mit Jesus, liest die Bibel und betet für Menschen in seinem Umfeld! Er ist der treuste Leiter im "Exploratorii Club" und der treuste Teilnehmer im GPS.

Vor einiger Zeit rief seine Mutter, Veronika die Leiterin vom GPS an, um zu fragen was wir mit ihrem Sohn anstellen? Er sei in den letzten Jahren fast allen Schulen von Ungheni rausgeschmissen worden, weil er nicht mehr tragbar war und seit er in unserer Gruppe sei, würde alles viel besser gehen...

... und als er neulich im GPS Club ein Zeugnis gab, dass Jesus sein Leben verändert hat, standen wir alle überwältigt da und dachten: "oh ja! und wir alle können es so gut sehen!"


Danke Jesus, du bist der beste Lebensveränderer! Danke Team, dass ihr helft Potential in Menschen mehr zu ehren und zu fördern als temporäre Schwierigkeiten. Dafür leben wir!

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Ausblick

Wir freuen uns auf einen Spannenden Sommer, mit vielen Einsätzen in Kinder und Jugend Camps, es ist für uns ein Privileg, dass wir Gemeinden in ganz Moldawien bei ihren Camps mit unseren speziellen Gaben dienen können und dadurch junge Menschen ermutigen und stärken können.

Weiter wird das Modelfarm Team in Sculeni weiterarbeiten und Neues schaffen und ausprobieren.

Auch wird in Ungheni in diesem Sommer ein Haus für uns zu einem Community House/ Mission-Base ausgebaugt (Bewilligung und Pläne haben wir letzte Woche erhalten). Wir empfinden, dass uns nach 2.5 Jahren leben in einem Camper ein Haus gut tun würde, um offener und erreichbarer für die Menschen um uns herum zu werden, aber auch um einfach ein bisschen mehr Platz für unsere nun 5 Köpfige Familie zu haben ;-)

Tschüss

Danke weiterhin für euer Interesse und eures Mittragen an unserem Leben!


Seid umarmt mit Gottes Frieden, welchen all unser Denken übersteigt!


Tobias&Simone&Louis&Josia&Hannah

Kontakt

Wer gerne noch im Gebetsteam sein möchte oder uns finanziell unterstützen möchte, darf sich gerne bei uns melden! Wir sind dankbar für jede Unterstützung!


Mehr Fotos und weitere Infos zu unserer Vision und zum Land Moldawien findet ihr auf unserer Homepage:

www.serve-east.ch/webers