Mai-Schley-Tage

Wir transformieren uns weiter!

Konkrete Transformationsarbeit im Flow-Modus

Liebe ESBZ-Kolleg_innen,


auf geht's in eine neue sonnige Runde!

Wer inzwischen die Orientierung verloren haben sollte, der möge sich durch Willys Gesamtschau am Ende dieses Flyers noch einmal ins Boot holen lassen.


Wir starten unsere Tage jeweils um 09:00 Uhr im Forum. Ab 08:30 Uhr heißen wir euch herzlich zu Kaffee und Schnacken zum Ankommen willkommen. Wir enden um 16:00 Uhr.


Am Donnerstagmittag versorgen wir uns mit von uns selbst mitgebrachten Leckereien und sind schon gespannt, was wir wieder gemeinsam für ein buntes Buffet zaubern.

Am Freitag versorgt uns unsere Schulküche mit Salat und Auflauf.


Habt ihr schon die Info für die Themengruppen auf Itslearning gelesen? Bitte denkt an die Rückmeldung an Barbara (stockmeier@ev-schule-zentrum.de), falls ihr präsentieren möchtet.


Wir freuen uns auf den nächsten Schwung,


herzlich,

euer Kernteam



Mai-Schley-Tage 19./20.Mai

Thursday, May 19th, 9am to Friday, May 20th, 4pm

ESBZ Forum

Es geht jetzt darum, diese thematisch unterschiedlichen Entwicklungen aufzugreifen und in einem wertschätzenden und würdigenden Prozess aufzunehmen, sowie diesen für alle in einem sinnstiftenden Partizipationsprozess zugänglich zu machen.

Um die zwei Tage zu strukturieren, spricht Willy von drei iterativen Schleifen, die wir zur Klärung der Zustimmung und der Vereinbarung von Verbindlichkeit benötigen.

ITERATIVE SCHLEIFE I: Zustimmungsritual

ITERATIVE SCHLEIFE II: Klärung der Ergebnisse, Aufnehmen der Anregungen und Entwicklung von integrierten Lösung

ITERATIVE SCHLEIFE III: Weiterarbeit in Themengruppen

Willys Gesamtschau

Brief an alle zum Stand des ESBZ-Prozesses



Mit dem Brief stimme ich auf die nächste, vorläufig abschliessende Phase im „Schley-Prozess“ ein, die sich aus dem 19./20. Mai und dem 22. Juli zusammen setzt. Ich spanne den Bogen ausgehend von dem, was bereits erreicht wurde über das, was sich aktuell als Klärungsthematik zeigt hin zu dem, was in der weiteren Perspektive zu lösen ist.


EINSCHÄTZUNG DES ESBZ SCHULENTWICKLUNGSPROZESSES

Der Prozess wurde am 26./27. August 2015 eröffnet mit dem Vorhaben und Verständnis einer Erkundung und evolutionären Entwicklung der Strukturen, Haltungen und Dialoge entsprechend der Theorie U nach C.O. Scharmer. Über das Wahrnehmen ohne Bewertung, das Erspüren der Dynamik und Entwicklungsrichtung ging es um das Bewusstwerden des Wollens und der Identität der ESBZ.

Nach diesem Beginn des „Schley - Prozesses“ im August 2015 mit einem Aufgreifen der zuvor an der ESBZ entwickelten Perspektiven im Auftaktworkshop ging es im Workshop II am 18. November 2015 um die „Stärkung der kleinen Einheiten“ mit der Erkundung und Reflexion der Teamkooperation und Bindung innerhalb und zwischen den Teams. Bereits hier tauchten evolutionäre Themen auf, die sich vor allem im Kontext der Oberstufe und im Jahrgang 10 ergaben. Die Oberstufe hat in diesem Kontext und in der Folge eigene Formen der Teamorganisation und der Teamdialoge entwickelt.

Der „Schley-Prozess“ sah dann die Arbeit an der Vernetzung der kleinen Einheiten im Netzwerk der evolutionären Organisation vor. Es ging darum den eigenen Prozess auf der Basis einer Reflexion von Erfahrung in die Hand zu nehmen. Die Leitideen waren dabei:

  • Auf Stärken aufbauen

  • Suche nach Ganzheit

  • Umgang mit Widrigkeiten

    In diesem Workshop III am 4./5. Januar 2016 öffnete sich der Prozess für Themen, die für die ESBZ als Organismus Bedeutung haben. Das Spektrum ging von Strukturthemen über einzelne Entwicklungsfelder hin zu Themen der Beteiligung und thesenartigen Einschätzung.




Dieser Prozess im Januarworkshop entwickelte eine ganz eigene Dynamik. Die Themen bezogen sich auf den evolutionären Wandel als Arbeit am System. Der Umfang und die Ausrichtung der Themen waren sehr unterschiedlich, wie dieses im Format eines „OPEN SPACE“ zu erwarten ist. Die Gruppen gingen im Anschluss jeweils mit eigener Verantwortung daran, die im Workshop erreichten Entwicklungsstände aufzunehmen und daran weiterzuarbeiten.

Ein Treffen mit dem Kernteam zur Frage der Gestaltung der Themenintegration und der Abstimmung/Zustimmung zu den Vorschlägen der jeweiligen Gruppen erreichte ein erstes Verständnis für den Umgang mit den unterschiedlichen Perspektiven und der Integration in ein Ganzes mit evolutionärem Sinn.


DIE AKTUELLE SITUATION

Die wesentliche Spannung und Polarität der Klärung liegt aktuell bei den Strukturthemen 7 – 10 sowie 11 bzw. Oberstufe einerseits und den Themen der Partizipation/Beteiligung andererseits. Diese Themen sind stark emotional besetzt, sie berühren die bestehende und zukünftige Praxis und werden unterschiedlich gesehen.

Die inhaltlichen Themen der Integration, der NaWi-Kooperation, der Hausordnung für die Oberstufe, des Manifestes, der Integration/Inklusion und der spezifischen Referendarssituation an der ESBZ werden mit dem von den Gruppen selbst einzuschätzenden Zeitumfang als Information, als Abschluss und/oder gemeinsam zu klärendem Anliegen eingebracht.

Der Erkenntnisstand und die Herausforderungen sollten den Prinzipien eines evolutionären Wandels entsprechen, wie ihn Laloux mit drei Aufgaben thematisiert hat:
I Empowerment als Stärkung und Befähigung der Akteure
II Sinnorientierung und werteorientierte Kultur als Leitidee

III Integration der unterschiedlichen Sichtweisen als Aufgabe

Das Ziel der gesamten Entwicklungsarbeit besteht darin, in intelligenten Dialogen auf eine höhere Stufe der Bewusstheit, des Umgangs mit Komplexität sowie der Gestaltung der Führung und Kooperation zu kommen.




In der Phase zwischen Januar und Mai entwickelte sich eine Eigendynamik der Initiativen. Die Themen 7 – 10 und 11 bzw. 12/13 wurden zu einer Thematik höherer Komplexität zusammengefasst. Es kam danach zu einer Reflexion der Identität der ESBZ als Schule von 7 – 13 mit durchgehenden Prinzipien, Haltungen und Designelementen. Dieses Thema ist noch nicht abgeschlossen und hat für die Planung des nächsten Schuljahres eine eigene Dringlichkeit und Bedeutung.

Es geht jetzt darum diese thematisch unterschiedlichen Entwicklungen aufzugreifen und in einem wertschätzenden und würdigenden Prozess aufzunehmen, sowie diesen für alle in einem sinnstiftenden Partizipationsprozess zugänglich zu machen.

Aus der Diskussion mit dem Kernteam ging und geht der Vorschlag hervor, eher von Zustimmung zu sprechen als von Abstimmung.


Strukturierung des Workshops IV vom 19./20. Mai.

Um die zwei Tage zu strukturieren, spreche ich von drei iterativen Schleifen, die wir zur Klärung der Zustimmung und der Vereinbarung von Verbindlichkeit benötigen.

ITERATIVE SCHLEIFE I: ZUSTIMMUNGSRITUAL

Dieses Kommunikationsritual braucht eine Struktur und Form, um die Zustimmung zum Ausdruck zu bringen. Zur Partizipation gehören die Transparenz und das Sichtbarmachen der Alternativen. Und es braucht Raum und eine Skalierung der Zustimmung, zu der sich jede Person stellen kann. Es wird eine Skalierung im Raum mit einem Stellen der Zustimmung geben.

Diese Prozedur gilt für alle Themen, die sich dieser Zustimmungsklärung stellen wollen. Sie müssten dazu eine Form finden ihren Entwicklungsstand erkennbar zu machen, die Entwicklung darzustellen und/oder zu visualisieren.

Die Aufstellung der jeweiligen Zustimmung wird mit Begründungen des jeweiligen Zustimmungsgrads versehen und um Anregungen ergänzt. Die anwesenden kritischen Freunde kommentieren ihre Einschätzung. Die Anmerkungen, Ergänzungen und weiterführenden Ideen werden dokumentiert und festgehalten.

ITERATIVE SCHLEIFE II: KLÄRUNG DER ERGEBNISSE, AUFNEHMEN DER ANREGUNGEN UND ENTWICKLUNG VON INTEGRIERTEN LÖSUNGEN

Noch am ersten Tag läuft dieser Prozess anschliessend in den Gruppen weiter, die entweder ihre Arbeit fortsetzen, abschliessen bzw. ihre Ergebnisse ausformulieren.

Für diesen Prozess wird mit dem 19. Mai ein ganzer Tag plus einem Vormittag am 20. Mai veranschlagt.

ITERATIVE SCHLEIFE III: WEITERARBEIT IN THEMENGRUPPEN

Alle Ergebnisse sollten eingehen in ein Entwicklungspapier zur Arbeit im nächsten Schuljahr. An diesem Papier sollte am 20. Mai Tag in parallelen Themengruppen bis zum frühen Nachmittag gearbeitet werden. Damit wird Rücksicht genommen auf die Wünsche nach Zeitanteilen.

Die Ergebnisdarstellung sollte zugleich die nächsten Schritte enthalten, die nötig sind um die Arbeit im nächsten Schuljahr auf die erreichten Zustimmungen aufbauend vorzubereiten.


KRITISCHE FREUNDE

Um die Perspektiven der Schüler/innen und der Eltern einbeziehen zu können und diesen die Partizipation zu ermöglichen, werden diese gezielt angesprochen und zum Workshop eingeladen. Das ermöglicht uns eine Beteiligung als „kritische Freunde“.

Ein noch abzustimmender Zeitplan hilft den Prozess zeitlich und inhaltlich zu gliedern. Ich werde diesen Prozess strukturiert moderieren und die Bedeutung des jeweiligen Zustimmungsgrads für die Umsetzung in der Praxis herausarbeiten.

Ich danke den Kernteammitgliedern und allen, die sich in der Vorbereitung und Erarbeitung für die Lösungsentwicklung einsetzen. Ohne sie würde der Prozess nicht gelingen.

Möge es uns also gelingen die unterschiedlichen Vorstellungen und Perspektiven sinnstiftend zu integrieren. Die Chance auf eine produktive Weiterentwicklung ist da. Es kommt darauf an sie zu ergreifen und zu realisieren.




Wilfried Schley, 10. Mai 2016