Der Perito Moreno

von Martina Lehmann

Die Touren starten in El Calafate


Um den Perito Moreno kennenzulernen, muss man zuerst in ein Dorf fahren, das El Calafate heißt. Flugzeuge landen dort mindestens dreimal täglich und bringen Menschen aus aller Welt.Die Straßen von Calafate werden im Frühjahr matschig, und der Wind verteilt überall den Abfall von einer Mülldeponie, die angesichts des touristischen Wachstums zu klein und an falscher Stelle gebaut worden ist.Der Himmel ändert sich wie das Klima, er ist morgens bewölkt und dämmert abends sonnig, oder andersherum. Hier sind die Tage im Sommer ewig und im Winter viel zu kurz.


Die Gletscher :

In Patagonien, im südlichsten Teil Amerikas, liegt der Nationalpark Los Glaciares mit seinen 13 Gletschern. Das Gebiet gehört zu Chile und Argentinien. Der grösste der Eisriesen ist der Perito Moreno.Heute werde ich etwas übert das erzählen :

Dieser Gletscher ist einer der wenigen auf der Erde, welcher noch wächst.



Besucher können ihn mit dem Bot oder zu Fuß erkunden:

Man kann sagen das der Perito Moreno, der zum Unesco-Weltnaturerbe gehört,etwa die Dimensionen der Stadt Buenos Aires hat.Es gibt einen Weg der vor seiner Nordseite gebaut worden ist. Dadurch kann man gehen zum den Gletscher aus verschiedenen Richtungen sehen.Aber richtig nah kommt man ihm nur mit einem Boot. Der Weg führt über den "Canal de los Témpanos" .




Mit einem Donnern löst sich das Eis.

Direkt vor dem Gletscher werden die Motoren ausgeschaltet, und die Stille gewinnt die Überhand. Bis sich endlich ein Donner den Weg bahnt und sich ein großes Stück Eis hoch oben vom Gletscher ablöst und in den See stürzt. Neue Riesen, verkleidet als Eisstücke, werfen sich in neue Schlachten.Es gibt Schiffe, die weiterfahren und die Zipfel anderer Gletscher ansteuern, wie den des Spegazzini oder den des Viedma. Nur der Upsala, eine rund 870 Quadratkilometer große Masse aus Eis, ist unerreichbar geworden. Das Eis seiner Front verstopft seit Jahren den Seezugang zu seinem Reich.


Wichtige Daten:

Der Gletscher Perito Moreno ist seit mehr als 90 Jahren stabil. Er hat eine perfekte Balance zwischen Wachsen und Schrumpfen erreicht. Auf seiner südöstlichen Seite stehen improvisierte Verkaufsbuden, wo sich die Reisenden mit Spikes ausstatten und in Schlangen zu ihrem Rundgang durch die Schneeberge aufbrechen.Sie wandern anderthalb Stunden mit dem Ziel, eine neue Farbe zu finden, die aus Spalten und Höhlen dringt. Es ist eine Farbe, die sie nie zuvor gesehen haben – nicht Dunkelblau, nicht Himmelblau, nicht Türkis – und die sie nach langen Diskussionen einfach provisorisch "Gletscher-Blau" nennen.Vor dem Rückweg besiegeln die Reisenden ihren Entschluss, indemsie mit einem irischen Whiskey anstoßen, der von den Bergführern serviert und mit Eis des weißen Riesen gekühlt wird.