Merge pe jos - zu fuss zu den Roma

Newsletter Winter 2013-2014

Besuch bei meinen Romafamilien

Endlich ist es wieder soweit, ich bin zurück!
Nach 52. Stunden Zugfahren konnte ich meine Roma in den Arm nehmen. Es ist kälter geworden und ein schläfriger Nebel hängt über den kleinen Lehmhäuser. Seit meinem letzten Besuch im Sommer hat sich ausser dem Wetter leider nicht viel verändert. Die Armut steckt immer noch in den Strassen. Doch die Herzen der Roma schlagen voller Hoffnung weiter und mein Herz schlägt für sie. Es ist ein noch härterer Alltag im Winter, genügend Holz oder eher Brennmaterial zu suchen um die Häuschen einigermassen warm zu halten braucht viel Zeit. Bäume sind kaum vorhanden und sie zu fällen verboten. So reissen die Familien junge Triebe von Weiden ab und verbrennen diese. Kinder sind keine mehr auf der Strasse zu sehen, es ist zu kalt. Viele Kinder verbringen den Winter unter Decken neben dem Ofen. Auch die Hygiene ist kaum gewährleistet, man wäscht sich mit gekochtem warmem Wasser und fertig. Im Sommer gab es wenigstens improvisierte Duschen in den Gärten. Trotz allem ist es wunderschön die Winterferien hier zu verbringen. Abraham mein 8. Jähriger Romanes(Zigeunersprache) Lehrer ist begeistert von meinen Fortschritten. Er benennt mir den ganzen Tag Gegenstände die uns über den Weg laufen in seiner Sprache und lacht oft über meine Aussprache. Alles notiere ich eifrig in einem kleinen Büchlein. Es ist schön den Stolz des kleinen Jungen zu sehen, mir etwas von seiner Kultur zu schenken. Ich geniesse jede Minute und schlüpfe in das Roma leben.




Ein Tropfen auf den heissen Stein

Mit etlichen kleinen Spenden von Freunden aus der Schweiz machte ich mich diesen Winter auf den Weg zu den Roma. Da ich weiss, dass es an allem möglichen fehl beschränkte ich mich auf den Kauf von Lebensmittel und Kohle. Die Menge war nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Doch sind die Zuwendung und die Zeit die man mit den Menschen teilt oft mehr wert als Geld. Zusammen lachen, spielen und Gedanken teilen, singen und beten sind Geschenke.

Mein Grosi machte über 30 Paar Socken

Mein Grosi strickte eifrig über 30 Socken die bei vielen für Freude sorgten.

Kontakt

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Homepage: www.mpj-projekt.ch

E-Mail: mergepejosprojekt@gmail.com